Donnerstag, 25. August 2011

Einleitung und Motivation

Wer kennt das analoge Fotografier-Zeitalter noch? Wer kann sich daran erinnern, wie viele Bilder auf einer Film-Rolle waren? Wer hat schon einmal überlegt, wie viele solcher Film-Rollen man denn in den Urlaub mitnimmt? Man musste sich also schon vorher Gedanken machen, wie viele Bilder man ungefähr machen möchte.

Die Zeiten haben sich gehörig gewandelt. Ich kenne noch die Anfangszeit der digitalen Fotografie, wo Speicherkarten mit mehreren Megabyte keine Seltenheit waren. Die Überlegungen gingen bereits jetzt in eine andere Richtung als bei der analogen Fotografie : Wie kann man sicherstellen, dass ein oder mehrere solcher kleiner Karten im Urlaub oder bei einem schönen Event ausreichen? Ein portables Gerät wie Image-Tank oder Sub-Notebook waren Lösungsansätze.

Heutzutage ist auch das kein Problem mehr: Die Hersteller von Speicherkarten entwickeln immer wieder neue Formate, um mehr Speicherplatz auf die kleinen Karten zu bringen. Waren es bei SD-Karten noch bis zu 2 GB, wurden mit den SDHC-Karten (High Capacity) bereits bis zu 32 GB möglich und der Speicherhunger kennt keine Grenzen, denn mit de aktuellen Format-Spezifikation SDXC (eXtended Capacity) sind Karten bis zu 2 TB möglich. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann auch diese Marke fallen wird und ein neues Format entwickelt wird. Man darf auf die Bezeichnung gespannt sein - ich tippe auf SDUC (Ultrahigh Capacity).

Dadurch, dass die Speicherkartengrößen schneller wachsen als die Größe der Bilder, die gespeichert werden müssen, passen mehrere 1000 Bilder auf eine Speicherkarte - Tendenz steigend. Dies führt dazu, dass man ein und die gleiche Szene teilweise mehrfach aufnimmt mit unterschiedlichen Einstellungen und/oder aus unterschiedlichen Perspektiven. Schließlich gibt ja es auch keine Speicherplatzprobleme mehr - also ist es auch egal (könnte man meinen). So entstehen in einem mehr-wöchentlichen Urlaub schon mal locker mehrere 1000 Bilder, geschweige denn die Anzahl der Bilder, die über das Jahr über verteilt sind.

Eingangs erwähnt machte man sich noch Gedanken vor dem Urlaub, hat man jetzt das Problem, dass man sich Gedanken über die Speicherorganisation machen muss, um den Überblick nicht zu verlieren. Insbesondere sieht man sich mit folgenden Fragen konfrontiert: Wie viele Bilder kann ich jemand Anderes am Stück zeigen? Welche Bilder möchte ich für mich zur Erinnerung behalten? Welche Bilder soll ich mit Bildbearbeitungsprogrammen verbessern? Wie organisiere ich die Bilder? wie archiviere ich Bilder und minimiere Datenverlust? Welche Bilder stelle ich online und vor allem wem zur Verfügung z.B. in einem Picasas-Web-Album? Welche Bilder versehe ich mit welchen Zusatzinformationen wie Geotags, Bildunterschriften oder sonstigen Markierungen? Der Fragenkatalog ist sicher nicht vollständig, aber man sieht, dass es eigentlich nicht einfacher zu Früher geworden ist, wo maximal 36 Bilder auf eine Filmrolle passten.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, habe ich mir kürzlich relativ günstig eine Lizenz von Lightroom gekauft, das eine zentrale Komponente bei all diesen Fragen spielt. Lightroom-Tutorials findet man bereits sehr viele im Netz und auch mehr oder minder gut aufbereitet. Ich will hier mit diesem Blog auch kein weiteres Tutorial beschreiben, vielmehr geht es mir um einen schlüssigen Flow um obige Fragen zu adressieren. Dabei spielt Lightroom zwar oft eine wichtige Rolle, ich will aber in diesem Blog auch die anderen Fragen wie z.B. Archivierung anschneiden.

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